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Bertrand Russell: Skeptischer Denker - engagierter Intellektueller Symposium zum 50. Todesjahr Bertrand Russells am 4. April 2020 in Nürnberg  
© Gesellschaft für kritische Philosophie/Humanistische Akademie Bayern 2019

Herzlich willkommen.

Symposium zum 50. Todesjahr Bertrand Russells

Bertrand Russell (1872–1970) war einer der einflussreichsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts, eine „Leitfigur des Humanis- mus“ (Joachim Kahl) und für Karl Popper schlichtweg der „größte Philosoph seit Kant“. Der breiten Öffentlichkeit wurde er jedoch weniger als Mitbegründer der Analytischen Philosophie als durch sein gesellschaftlich-politisches Engagement für Frieden, Freiheit und Menschenrechte bekannt. Dieses nahm seit dem Ersten Weltkrieg immer mehr Raum in Russells Leben und Schaffen ein. Zweimal ging der Literaturnobelpreisträger von 1950 für seine rational-pazifistischen Überzeugungen ins Gefängnis, blieb dabei aber immer ein Skeptiker, was vermeintliche philosophische und politische Gewissheiten betrifft (ohne dabei den Skeptizismus selbst zum Dogma zu erheben). Dies zeigte sich nicht zuletzt daran, dass Russell auch an eigenen Überzeugungen nicht dogmatisch festhielt, sondern sie im Laufe seines langen Lebens immer wieder revidierte und modifizierte. Das betrifft nicht nur sein fachphilosophisches Denken, in dem er sich vom sog. „Britischen Idealismus“ über den Logischen Atomismus hin zu einer naturalisierten Wissenschaftsphilosophie und Erkenntnistheorie entwickelte, sondern auch seine politischen Auffassungen. So begrüßte er zunächst etwa die Appeasement-Politik Chamberlains gegen- über Hitler, rückte wenig später aber davon ab und unterstützte den bewaff- neten Kampf der Alliierten (wenngleich er Gewalt nach wie vor als Ultima Ratio ansah). Anlässlich seines 50. Todesjahres will das Symposium Russells Werk und Wirken anhand ausgewählter Aspekte kritisch würdigen und seine Aktualität diskutie- ren. Thematisch spannt sich der Bogen dabei vom skeptischen Grundzug des Russell’schen Denkens und seiner dadurch geprägten Lebensphilosophie über sein politisches Denken bis hin zur wissenschaftlichen Philosophie und dem Beitrag der Psychologie sowie seiner bis heute einschlägigen Religionskritik. Wie immer wird es dabei ausreichend Gelegenheit geben, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Auch das nunmehr zehnte gemeinsame Symposium von Gesellschaft für kritische Philosophie Nürnberg (GKPN) und Humanistischer Akademie Bayern (HABy) widmet sich also wieder spannenden und brisanten Fragen  seien Sie dabei und diskutieren Sie mit! Ihr                                                 &                                          ---------- Schon jetzt möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass wir unseren Russell-Schwerpunkt im Jahr 2020 um folgenden Einzelvortrag ergänzen werden: Bertrand Russell und die Aufklärung Referent: Dr. Martin Morgenstern. Termin: 08.07.2020. Ein weiterer Einzelbeitrag zu Russell von Dr. Gerhard Engel ist für Januar/Februar 2021 geplant. Nähere Angaben (Ort, Uhrzeit) finden Sie unter: www.gkpn.de/veranstaltungen.htm
Dr. Frank Schulze
Nachstehend der 4-seitige Symposiumsflyer zum Download als PDF (217 KB):
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Rainer Ruder